ist das seriös ?

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Re: ist das seriös ?

Beitrag  Sauhut am Fr 4 Jul 2014 - 10:37

nurmalso schrieb:
Alles richtig aber das nennt sich freie Marktwirtschaft.
Wenn es tatsächlich so viele ??? bei Mischlingen, "Schwarzzuchten" und dgl. gibt und sich die düsteren Prophezeiungen verwirklichen sollten, werden sich alle wieder auf die Rassehunde besinnen.
Die Ängste der Zuchtverbände scheinen aber andere zu sein. Was ist, wenn es auch ohne Rassehunde funktioniert? Was ist, wenn einige Rasse mangels Nachfrage keine Daseinsberechtigung mehr haben? Was ist, wenn die Welpenpreise purzeln müssen, um am Markt zu bestehen?
Gerade beim Preis werden vielen Züchtern die Tränen in den Augen stehen. Bisher haben sie sich eine goldene Nase verdient. Ich prangere die Preispolitik im Jagdhundemonopol schon seit Jahren an. Die Aussage "Das ist doch nur kostendeckend." hängt mir aus den Ohren. In all den Jahren habe ich nur einen Züchter kennengelernt, der mir bestätigte: "Ich weiß, dass das teuer ist aber ich werde meine Welpen dafür problemlos los und verdiene gut dabei. Das ist jedes Jahr der Urlaub mit meiner Frau." Ich hab sofort bei ihm einen Hund gekauft, weil mir diese Ehrlichkeit imponierte.
Durch diese Preispolitik schaffen wir uns reine Prüfungshunde. Wer möchte schon seinen teuren Hund auf der Jagd verlieren. Dann bleibt er doch besser im Auto. Ich kann diese Einstellung sogar irgendwie verstehen. Ich musste lange auf meinen Welpen sparen und hätte nicht mal eben die Möglichkeit für Ersatz zu sorgen. Was sollen die Meuteführer tun, die jedes Jahr einige Hunde einbußen. Jagdhunde müssen bezahlbar bleiben, denn sie sind weitestgehend Mittel zum Zweck.
Oh wei,
da sind vermutlich einige Dinge im falschen Licht beleuchtet worden.
Beim durchschnittlichen Welpenpreis der über den Verein abgewickelten Hunde bleibt nicht viel übrig nach der Abgabe der Welpen. Ein verlängertes Wochenende an der Ostsee im einem Hotel der Mittelklasse vielleicht. Jedenfalls keine zweiwöchige Kreuzfahrt in der Karibik. Ist aber eine Definitionsfrage was Urlaub ist.
Wenn ich mir überlege was in einigen Zuchtvereinen den über sie vermittelten Welpen per Genetik "on board" den Welpenkäufern "mitgeliefert" wird, wundern mich solche Aussagen doch schon extrem.
Dass das so ist, hat nix mit Zufall zu tun, sondern eher mit strenger kontinuierlicher Auslese über einen langen Zeitraum.
Über die Zugehörigkeit zu Vereinen oder deren Prüfungsgebaren mag ich nicht diskutieren, weil mir dort der Einblick fehlt. Vermutlich ist es so wie überall, wenn es viele Menschen "gut meinen" und sich in den Dienst einer gemeinsamen Sache stellen. Das klappt nur bedingt!

Howdy
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Re: ist das seriös ?

Beitrag  widder65 am Fr 4 Jul 2014 - 11:44

Sauhut schrieb:

Vermutlich ist es so wie überall, wenn es viele Menschen "gut meinen" und sich in den Dienst einer gemeinsamen Sache stellen. Das klappt nur bedingt!

Howdy

Hallo Uwe,

der Satz ist gut, kann ich mir ein sattes Grinsen nicht ersparen, weil viel Wahres für alle Lebenslagen dran ist!  

Zum eigentlichen Thema:

Ich weiß, dass ich vor einigen Jahren auch mal einer der Leute war, die der Meinung waren, dass es so ziemlich egal ist, ob man einen Hund aus einer Schwarzzucht, oder von einem Züchter kauft.

Ich bin komplett kuriert und habe eine vollständige 180° Drehung gemacht!

Bei unserer Maja (altes rein ostdeutsches Wachtelblut), also die kleinere Variante noch in "Reinzucht" ohne Papiere, waren die jagdlichen Anlagen noch sehr gut vorhanden, aber mit Geburtsjahr 2003 kann ich mir vorstellen, dass die vielen Krankheiten und der ständige Ohrenzwang wegen zu enger Gehörgänge, schon auf den damals auch nur noch begrenzt vorhandenen Genpool mit zurückzuführen sind.

Vor der Neuanschaffung stand ja nun das Denken und ich hoffe, dass ich logisch an die Nummer rangegangen bin. Wohnortbedingt die Zuchtwarte aus MVP und Brb antelefoniert. Die Bundesschau der Wachtelzüchter besucht und mir von meinem jetzigen Züchter zwei Hunde angesehen und noch acht weitere, die aus seiner Linie stammen und dort auch ausgestellt waren. Dann bin ich gleich in der ersten Woche nach dem Wurftag hingefahren und habe mir von dem gesamten Wurf und den dort herrschenden Bedingungen einen Überblick verschafft. Top!  Top-Zwinker In der vierten Lebenswoche war ich wieder dort oben (einfache Tour 240 km) habe mir die tapsigen "Junglöwen" noch einmal angesehen und ein Mädel reserviert, das mir von der Zeichnung her am besten gefällt. Kommenden Sonntag fahren wir alle Drei noch einmal hoch, da sollte nach fünfeinhalb Wochen ja schon richtig Leben in der Bude sein, um den ganzen Wurf abschließend in Aktion zu sehen und dann gehe ich mal ganz stark davon aus, dass die endgültige Bestellung ausgelöst wird. Urlaubsbedingt wird die neue Lady dann nach knapp 9 Wochen Ende Juli abgeholt.

Vielleicht war ich jetzt ein bißchen übervorsichtig mit meinen drei "Kontrollfahrten", aber der Züchter war sehr nett und aufgeschlossen und nach meinen Eindrücken eine ganz ehrliche Haut, der dort ein Hunde(zucht)paradies hat und diese Zucht mit sehr viel Herzblut betreibt. Ich habe jetzt jedenfalls ein sehr gutes Gefühl und das war mir wichtig!

Gruß Steffen

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Du hast ein Problem mit mir? Kannst du behalten, ist ja Deins!  

https://www.youtube.com/watch?v=fIATVoRa78o
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Re: ist das seriös ?

Beitrag  Drahtarsch am Sa 2 Aug 2014 - 17:23

nurmalso schrieb:


Alles richtig aber das nennt sich freie Marktwirtschaft.
[...]
Durch diese Preispolitik schaffen wir uns reine Prüfungshunde. Wer möchte schon seinen teuren Hund auf der Jagd verlieren. Dann bleibt er doch besser im Auto. Ich kann diese Einstellung sogar irgendwie verstehen. Ich musste lange auf meinen Welpen sparen und hätte nicht mal eben die Möglichkeit für Ersatz zu sorgen. Was sollen die Meuteführer tun, die jedes Jahr einige Hunde einbußen. Jagdhunde müssen bezahlbar bleiben, denn sie sind weitestgehend Mittel zum Zweck.

Solche "Prüfungshunde" erlebe ich immer öfter.
Führe ja einerseits ein spanisches Überraschungsei ohne Irgendwas und andererseits den "Drahtarsch" mit Ahnengedöns.
Da taucht durchaus der ein und auch andere Jagdherr mit seinem prämierten, unglaublich passionierten Hund am Strick auf und erklärt bei Nachfrage denn: "Öhhm... neeeee, mein Hund drückt nicht mit-  weil ich dummerweise seine Warnhalsung zuhause vergessen hab..."

Eigentlich empfinde ich so ein Verhalten beleidigend- denn es sagt meiner Meinung nach nix weiter aus, als dass meine Tölen gerade gut genug dafür sind... ggfs als Kanonenfutter für die Sauen.

1. bin ich bis jetzt noch nie (!) auf irgendeiner DJ nach der Brauchbarkeit meiner Hunde gefragt worden ( weder in Hessen, noch in RHl.-Pfalz, NRW oder NS)
2. habe ich jetzt schon eine Menge "Prüfungschampions" erlebt, die im Ernstfall/ Alltag nichts auf der Kette haben.
3. ist zb der "Ahnentafel-DD" aus einem 9er Wurf, bei dem 7 Welpen ED/OCD/ HD nachgewiesen wurde- und das, obwohl beide Elterntiere lt. Papieren gesund waren. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt....
Der Rüde ist jetzt im 7. Feld... und nach 2,5km zügigem Gehens platt, lahmt und jammert ob seiner Hüften. Da geht mein herzlichestes Dankeschön doch per Express an Diejenigen, die mit genug Schmiere an den Händen die Zuchtzulassung der Elterntiere veranlasst haben!  shooting


Zuletzt von Trueman am Sa 2 Aug 2014 - 17:30 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Zitat repariert)
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Re: ist das seriös ?

Beitrag  lohrjaeger am Sa 2 Aug 2014 - 18:59

Drahtarsch schrieb:
nurmalso schrieb:


Alles richtig aber das nennt sich freie Marktwirtschaft.
[...]
Durch diese Preispolitik schaffen wir uns reine Prüfungshunde. Wer möchte schon seinen teuren Hund auf der Jagd verlieren. Dann bleibt er doch besser im Auto. Ich kann diese Einstellung sogar irgendwie verstehen. Ich musste lange auf meinen Welpen sparen und hätte nicht mal eben die Möglichkeit für Ersatz zu sorgen. Was sollen die Meuteführer tun, die jedes Jahr einige Hunde einbußen. Jagdhunde müssen bezahlbar bleiben, denn sie sind weitestgehend Mittel zum Zweck.

Solche "Prüfungshunde" erlebe ich immer öfter.
Führe ja einerseits ein spanisches Überraschungsei ohne Irgendwas und andererseits den "Drahtarsch" mit Ahnengedöns.
Da taucht durchaus der ein und auch andere Jagdherr mit seinem prämierten, unglaublich passionierten Hund am Strick auf und erklärt bei Nachfrage denn: "Öhhm... neeeee, mein Hund drückt nicht mit-  weil ich dummerweise seine Warnhalsung zuhause vergessen hab..."

Eigentlich empfinde ich so ein Verhalten beleidigend- denn es sagt meiner Meinung nach nix weiter aus, als dass meine Tölen gerade gut genug dafür sind... ggfs als Kanonenfutter für die Sauen.

1. bin ich bis jetzt noch nie (!) auf irgendeiner DJ nach der Brauchbarkeit meiner Hunde gefragt worden ( weder in Hessen, noch in RHl.-Pfalz, NRW oder NS)
2. habe ich jetzt schon eine Menge "Prüfungschampions" erlebt, die im Ernstfall/ Alltag nichts auf der Kette haben.
3. ist zb der "Ahnentafel-DD" aus einem 9er Wurf, bei dem 7 Welpen ED/OCD/ HD nachgewiesen wurde- und das, obwohl beide Elterntiere lt. Papieren gesund waren. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt....
Der Rüde ist jetzt im 7. Feld... und nach 2,5km zügigem Gehens platt, lahmt und jammert ob seiner Hüften. Da geht mein herzlichestes Dankeschön doch per Express an Diejenigen, die mit genug Schmiere an den Händen die Zuchtzulassung der Elterntiere veranlasst haben!  shooting

Ist die Frage erlaubt, welche Schlüsse du daraus ziehst und welch Konsequenzen das für dich hat?

Gruß
Hermann

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Re: ist das seriös ?

Beitrag  Drahtarsch am Sa 2 Aug 2014 - 23:17

Ja Klar ist die Frage erlaubt   

Meine Meinung ist- man mag mich dafür steinigen-

1. ein Jagdhund ist nichts weiter als ein Hund, der jagt ( gab's da nicht auch mal irgendwann ne abgewiesene Klage in Bayern mit genau dieser Begründung?) Die Kunst ist- sowohl bei den Mixen als auch bei den Ahnengedöns-Tölen, dass man ihn dazu bringt MIT/FÜR SEINEM/N FÜHRER ZU JAGEN und GEMEINSAM Beute zu machen. Zuviele Zweibeiner sind allein damit schon überfordert...

2. finde ich, dass eine Ahnentafel und der ganze Papierkram allein heutzutage  leider keine Garantie mehr dafür ist, einen gesunden, passionierten und voll einsatzfähigen Begleiter zu bekommen.

Klar, es gibt ein paar - nicht unwesentliche- Vorteile der jahrelangen Auslese. Als kleines Beispiel:
der spanischen Kröte mußte ich stuuuundenlang erklären dass man sich erst schütteln darf wenn die Ente ausgegeben wurde- der DD schien das mit der Muttermilch aufgesogen zu haben.
Während das Ei einfach auf die Krähen zustürzt, hat der DD es einfach im Blut sich an die Biester ranzupirschen, nachzuziehen und vorzustehen.

Trotzdem ist das Ei ungeschlagen wenn es darum geht dass sie über ihren Tellerrand gucken muß. Den Burgfrieden mußte ich ihr nicht erklären- der DD apportiert mir aber immer wieder ein Suppenhuhn aus dem hauseigenen Stall    ( und hat's immer noch nicht raus wenigstens das Fetteste zu nehmen)

Ich hab soooo oft erlebt, dass man meinen Kröten-Mix belächelte und mich mitleidig ansah... und nach den ersten 10 gebrachten Enten gefror das Lächeln dann.   

Mein Fazit: entscheidend ist am Ende immer Passion und Führerbindung.

Was das Zuchtwesen angeht: es geht um Kohle. Jede Menge Kohle... ich kenne die haargenauen aktuellen Zahlen nicht, aber im Bereich DD sind wir bei ca. 50.000 gewölften Welpen/Jahr in Deutschland.... bei ca. 300.000 Jägern ( wer von denen tatsächlich seinen Hund täglich Arbeit bieten kann vernachlässigen wir hier mal) und einer durchschnittlichen Lebenserwartung eines Arbeitshundes von 12 Jahren... da versucht fast (!) jeder Züchter, sein Stückchen Kuchen zu ergattern, oder?!

Der Züchter meines DD bekam übrigens immense Schwierigkeiten mit dem Verband, als er nach dem Katastrophen-Wurf eine öffentlich zugängliche Datenbank ins Leben rief, in der man Verpaarungen und Häufungen von Gendefekten detalliert nachvollziehen konnte. So etwas wollte man auf gar keinen Fall öffentlich haben..
Inzwischen kenne ich viele DD mit Erkrankungen, die genetische Ursachen haben- was großteils vermeidbar wäre, wenn ehrlich gearbeitet würde... OCD, ED...HD... von Hillebrand....

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Re: ist das seriös ?

Beitrag  Drahtarsch am Sa 2 Aug 2014 - 23:34

Oh, sorry... ich dreh' immer hoch bei dem Thema.... die Konsequenz für mich ist, dass ich
1. das Glück, welches ich mit dem spanischen Mix hatte, kein zweites Mal herausfordern werde ( ich war jung, dumm und wollte diesen Hund   )

2. den nächsten DD ( so es denn einer werden soll) genau aus demselben Zwinger holen werde wie den Jetzigen- weil ich den ehrlichen, offensiven Umgang mit dieser Gen-Problematik großartig finde und den gegen die Verbandsinteressen und für eine gesunde Zucht handelnden Züchter inzwischen sehr gut kenne und schätze.

3. mich aber wohl letztendlich den weniger begehrten Rassen zuwenden werde, die meinen jagdlichen Möglichkeiten entsprechen.
4. habe ich nach wie vor kein Problem damit, einen "gebrauchten Jägerhund" zu übernehmen, so er denn von kompetenten Menschen vermittelt wird.

Ähhh... ja, so isset....   
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Re: ist das seriös ?

Beitrag  lohrjaeger am So 3 Aug 2014 - 0:12

Drahtarsch schrieb:Oh, sorry... ich dreh' immer hoch bei dem Thema.... die Konsequenz für mich ist, dass ich
1. das Glück, welches ich mit dem spanischen Mix hatte, kein zweites Mal herausfordern werde ( ich war jung, dumm und wollte diesen Hund   )

2. den nächsten DD ( so es denn einer werden soll) genau aus demselben Zwinger holen werde wie den Jetzigen- weil ich den ehrlichen, offensiven Umgang mit dieser Gen-Problematik großartig finde und den gegen die Verbandsinteressen und für eine gesunde Zucht handelnden Züchter inzwischen sehr gut kenne und schätze.

3. mich aber wohl letztendlich den weniger begehrten Rassen zuwenden werde, die meinen jagdlichen Möglichkeiten entsprechen.
4. habe ich nach wie vor kein Problem damit, einen "gebrauchten Jägerhund" zu übernehmen, so er denn von kompetenten Menschen vermittelt wird.

Ähhh... ja, so isset....   
Weißt du,
auch in meiner Brust schlagen 2 Herzen…….
Nach der Aktion mit Der Epilepsie bei den Steirern bin ich vom Prinzip her stinksauer, nicht in erster Linie weil sowas vorgekommen ist, sondern weil mir die Art wie damit umgegangen wurde massiv gegen den Strich ging. Als Konsequenz bin ich aus dem Zuchtverband ausgetreten.

Das hat aber schon gar nichts damit zu tun, daß ich Zuchtverbände für absolut unabdingbar halte. Weil nur sie eine Leistungszucht möglich machen.
Soll ich jetzt schreiben, das es in dieser "Hundemafia" nicht immer ganz korrekt zugeht und manchmal der Kommerz an erster Stelle steht?!
Den Teufel werde ich tun.
Was ich tun werde ist, mich beim nächsten Hund genauer mit den Verbänden die in Frage kommen beschäftigen werde…..und natürlich mit den Zwingern. Aber auch der Zwinger aus dem mein Steirer stammt erschien absolut vertrauenswürdig……. Prost 

Meine Meinung zur Zulassung von "Wundertüten" zur Brauchbarkeitsprüfung hab ich schon oft genug kund getan…… : IM Prinzip ja, aaaaaaaber……. :Flöht: 

Gruß
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Re: ist das seriös ?

Beitrag  Drahtarsch am So 3 Aug 2014 - 0:27

Herrmännsche... isch sags ja: Ich hatte unglaubliches Glück mit meiner Wundertüte! Das würde ich so blond und blauäugig niemals ein zweites Mal herausfordern wollen!
Dennoch: ein Jagdhund ist ein Hund, der jagt. Basta!
Aus so Einem einen GEBRAUCHShund zu machen, ist die Kunst. Und Glück wahrscheinlich auch. Ich hatte wohl wedsntlich mehr Glück als Kunstverständnis und Können :D
Und trotzdem: bei der letzten DJ hatte ich einen Hundführer neben mir mit einer DJT-Hündin... vor 6 Jahren für 100 Euronen von einem Markt in Tschechien mitgenommen wie er sagte. Die Hündin ist ein Traum: souverän allein unterwegs, griffig UND mit Verstand an Sauen, ruhig und angenehm im Umgang. Sie ist der erste DJT, bei dem ich mir vorstellen könnte die Rasse zu wechseln
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Re: ist das seriös ?

Beitrag  derheidjer am So 3 Aug 2014 - 10:03

Drahtarsch schrieb:Herrmännsche... isch sags ja: Ich hatte unglaubliches Glück mit meiner Wundertüte! Das würde ich so blond und blauäugig niemals ein zweites Mal herausfordern wollen!
Dennoch: ein Jagdhund ist ein Hund, der jagt. Basta!
Aus so Einem einen GEBRAUCHShund zu machen, ist die Kunst. Und Glück wahrscheinlich auch. Ich hatte wohl wedsntlich mehr Glück als Kunstverständnis und Können :D
Und trotzdem: bei der letzten DJ hatte ich einen Hundführer neben mir mit einer DJT-Hündin... vor 6 Jahren für 100 Euronen von einem Markt in Tschechien mitgenommen wie er sagte. Die Hündin ist ein Traum: souverän allein unterwegs, griffig UND mit Verstand an Sauen, ruhig und angenehm im Umgang. Sie ist der erste DJT, bei dem ich mir vorstellen könnte die Rasse zu wechseln


Liegt das Problem nicht doch bei den Zuchtverbänden, die mit allen Mitteln versuchen Hochleistungshunde zu "produzieren".
Wobei der Hundealter/Jäger dem Hund diese Leistungen mangels Gelegenheit gar nicht abfordern kann. Er gegebenenfalls durch das Leistungsvermögen seines Hundes überfordert ist bzw. der Hund unterfordert ist??
Da werden "Porsches" für den Jagdbetrieb gezüchtet und in den meisten Fällen "VW-Käfer" benötigt.

Gruß
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Re: ist das seriös ?

Beitrag  kirrdoedel am So 3 Aug 2014 - 10:06

Drahtarsch schrieb:
Inzwischen kenne ich viele DD mit Erkrankungen, die genetische Ursachen haben- was großteils vermeidbar wäre, wenn ehrlich gearbeitet würde...
Trau- Schau- Wem....
So isses !!! LEIDER !!!  Kotz

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Re: ist das seriös ?

Beitrag  Tassilo am So 3 Aug 2014 - 11:13

Hmm,...........sind es nicht die angehenden Hundeführer die immer mehr nach " Höherem;......Vollkommenern " streben ???  Rolling Eyes 

Der Hund soll ja schon fast alles können........net gar , daß er schon fertig zur Welt kommt, inkl. allen Prüfungen mit 1a  Thinking  

Ein Hund der nicht aus dem Zwinger XY ( Nobelzwinger ) kommt ,...............der taugt doch nix. boxing = manch gängige Meinung.  shocked 

Leut...........wenn ihr nen jungen Hund bekommt,............so habt ihr nen " rohen Diamanten "...........an Euch liegt es einen " DIAMANTEN " daraus zu machen, der Euren jagdlichen Bedürfnissen entspricht.

Seriöse Züchter gibt es  Top-Double  sie züchten nicht wegen dem Geld sondern aus Idealismus der Jagd wegen.

Man muß sie nur finden. zwinker 

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Re: ist das seriös ?

Beitrag  kirrdoedel am So 3 Aug 2014 - 11:44

Tassilo schrieb:
Seriöse Züchter gibt es  Top-Double  sie züchten nicht wegen dem Geld sondern aus Idealismus der Jagd wegen.

Man muß sie nur finden. zwinker 

Tassilo
Stimmt !!!
Das Finden selbiger gestaltet sich aber oftmals mehr als schwierig ...  Flöt 

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Re: ist das seriös ?

Beitrag  jagachris am Mi 22 Okt 2014 - 23:45

Schwarz- oder Weißzüchter ,... ich denk, wenn der Hund gut ist ....
Und wer einen "offiziellen" Jagdhund will, der braucht ja nur auf die Papiere achten; wozu also warnen? Jeder, der eine Jägerprüfung absolviert hat, weis, dass es Hunde mit und ohne Papiere gibt.

Erdweibchen schrieb:kuckt mal:
http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/alpenlaendische-dachsbracken-jagdhund/218190700-134-16363?ref=search

sind vielleicht schöne Hunde, aber müsste vor einem "Schwarz-Züchter" nicht irgendwo in Insider-Kreisen gewarnt werden?  
Gruß Ute

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Re: ist das seriös ?

Beitrag  Sauhut am Do 23 Okt 2014 - 14:00

derheidjer schrieb:
Liegt das Problem nicht doch bei den Zuchtverbänden, die mit allen Mitteln versuchen Hochleistungshunde zu "produzieren".
Wobei der Hundealter/Jäger dem Hund diese Leistungen mangels Gelegenheit gar nicht abfordern kann. Er gegebenenfalls durch das Leistungsvermögen seines Hundes überfordert ist bzw. der Hund unterfordert ist??
Da werden "Porsches" für den Jagdbetrieb gezüchtet und in den meisten Fällen "VW-Käfer" benötigt.
Gruß
Uwe
Ich oute mich jetzt mal als jemand, der immer noch genau dem Zuchtverband angehört, aus dem Hermann ausgetreten ist (ich wusste gar nicht, dass Du ausgetreten bist Hermann).
Die Vertreter dieses Zuchtverbandes waren (und sind sicherlich noch) hoffnungslos überfordert mit der damaligen Situation, die einer gewissen Brisanz sicherlich nicht entbehrte. Als dieser bisher einmalige Vorfall damals passierte, war ich sogar noch ein Funktionsträger innerhalb des erweiterten Vorstandes. Ich kann nur sagen, dass alle Beteiligten bis heute noch zusammenzucken, wenn sie auf die damaligen Geschehnisse angesprochen werden. Man konnte damals nur noch "reagieren", nicht mehr "agieren", da vom Züchter mit fast krimineller Energie Dinge verheimlicht worden waren, die natürlich zum sofortigen Zuchtausschluß geführt hätten. Der Zuchtwart ist nach dem Vorfall zurückgetreten und hat somit die Verantwortung dafür übernommen. Der Züchter wurde vom Verein ausgeschlossen. Ich selbst war bei der entsprechenden Jahreshauptversammlung dabei als abgestimmt wurde. Einstimmig!
Allerdings hat nicht nur Hermann, sondern haben auch andere Besitzer Steirischer Rauhhaarbracken aufgrund dieser Vorkommnisse den Vereinsaustritt erklärt. Das ist in meinen Augen sogar nachzuvollziehen. Die Enttäuschung ist sicherlich riesig.
Dabei ging es nicht um eine "Hochleistungszucht" durchgeführt mit allen Mitteln per "überzüchteten" Hunden, sondern einzig und allein um die Gesundheit und Selektion von Hunden. Die Enttäuschung wiegt natürlich um so schwerer, wenn man meint durch den Erwerb eines Hundes mit Papieren vom "namhaften" Züchter hat man ein "Rundrumsorglospaket" eingekauft.
Ich weiß nicht wie es in anderen Zuchtvereinen gehandhabt wird und kenne nur meinen. Da weiß ich jedoch, dass alle an der Zucht Beteiligten sich weit über Gebühr um eine Beobachtung und Nachzuchtkontrolle der Würfe bemühen. Durch meine intensive Richtertätigkeit im Verein sehe ich auch viele Geschwister aus manchen Würfen auf Anlage - und Leistungsprüfungen. Ich kann nur sagen - auch hier ist gesamte "Gauß´sche Normalverteilung" enthalten. Natürlich liegt auch vieles in der Hand des Führers bei der Ausbildung. Man muss schon ein wenig "schubsy" sein, wenn man sich auf das Abenteuer "Bracke" einlässt. Glück gehört natürlich ebenfalls dazu.
Natürlich gibt es auch auf der Jagd gut funktionierende Hunde ohne FCI Papiere. Nur die Chance so eine Granate an den Strick zu bekommen ist im Gegensatz zu beochachteten und  nach nachzuvollziehenden einheitlichen Bewertungskriterien selektierten Hunden eher gering. Von Gesundheit etc. mal abgesehen.
Deshalb kann ich Hermann um so besser verstehen. Nur mit der Sache "Jagdhundezucht an sich" hat das in meinen Augen nix zu tun.
Wenn ich so überlege, was mein Taliban damals "on board" mitbrachte (sicherer Spurlaut, Finderwillen, extreme Passion Wild zu finden, gesunde Schärfe), dann würde ich auf keinen Fall das Risiko einer Wundertüte auch mich nehmen wollen. Denn niemand weiß wie viele Hunde aus schwarzen Würfen im Nirvana verschwinden oder ihr Dasein als "Couch - Potato" fristen.

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